Yosemite Facelift

aus mowiki, der freien Wissensdatenbank

Saturday's Facelift Crew Teddy und Sarah Reifen aus  dem Fluss

Yosemite, September 28th-30th, 2007

Vor ein paar Tagen kam eine eMail ueber den Stanford Verteiler, dass eine Gruppe von Leuten noch einem Mitfahrer zum Yosemite Facelift sucht, weil jemand abgesprungen ist. Ich melde mich, es sollte sich herausstellen, dass es die Gruppe von der Sarah ist, die ich neulich schon im Planet Granite getroffen hatte. Der Plan war, dass ich am Freitag mit Erin von San Jose losfahren soll. Ich sollte mein Fahrrad mitbringen. Wir fahren die Route ueber die 140, und auf der Fahrt unterhalten wir uns ganz gut, so dass die Zeit schnell vorbei geht.

Wir uebernachten im Yellow Pines Campground, und als wir da abends ankommen, sind die anderen von unserer Gruppe bei einer Slideshow. Also gesellen wir uns zu zwei anderen Gestalten ans Lagerfeuer und erzaehlen uns Klettergeschichten und trinken Rotwein. Ein Typ kommt vorbei, der fuer die climbing association die bolts austauscht, und der erzaehlt eine Geschichte von einem gewissen Clint, der auf dem Rueckweg von irgendwoher im Yosemite Halt macht, eben eine Route vorsteigt, so dass der bolt getauscht werden kann, und wieder abhaut, noch bevor die Arbeit am Haken getan ist. Das kann nur Clint Cummins sein (er war es tatsaechlich)! Schliesslich kommen die anderen zurueck: Bob, Grenny, Teddy und Sarah. Wir gehen bald ins Bett.

Am Samstag stehen wir frueh auf. Ich bin ueberrascht, wieviel Essen die anderen mitgebracht haben, das kannte ich noch gar nicht von den Kletterern hier. Es gibt also Tee zum Fruehstueck, Oatmeal, Ei mit Tomaten, Brot, und tausend andere Sachen. Dann werden PB-Jelly Sandwiches gemacht (peanut butter and jelly), die wir als lunch mitnehmen wollen. Wir laufen das Flussbett ab mit unseren grabbies und den Muellsacken, die wir im Yosemite Village bekommen haben. Im Laufe des Vormittags finden wir so einiges, ein Autorad, einen Fussball, unzaehlige Eisenteile, Dosen, und so weiter. Allerdings findet Bob immer die tollsten Sachen, was bei Sarah, die nur cigarette butts findet, einen kleinen Frust ausloest...

Nachmittags gehen wir klettern in Church Bowl, Sarah und ich klettern Bishop's Terrace, wo seltsamerweise keine Warteschlange ist. Ich steige die erste Laenge vor, Sarah die zweite mit dem Doppelriss. Es ist schoene, entspannte Kletterei in einer klassischen Route.

  • Bishop's Terrace, 5.8, lead Mo (1st pitch), Sarah (2nd pitch)

Am Abend gibt es einen Vortrag von Tommy Caldwell, darueber, wie er die Nose freiklettert, wie er seine Frau Beth kennengelernt hat, und ihn selbst als Menschen. Es ist ein ziemlich schoener Vortrag, wohl auch, weil Tommy selbst ziemlich nett und lustig ist. Er zeigt einen Ausschnitt aus Dosage IV, der ihn dabei begleitet, wie er die Nose freiklettert. Danach stellen sich die Huberbuam vor und zeigen ihren Film "Am Limit", der auch ziemlich beeindruckend ist. Wie soll man sich denn da freuen, am naechsten Tag 5.8 zu klettern?

Am Sonntag sammeln wir Muell auf dem Campingplatz, weil wir zu faul sind, woanders hinzufahren. Dann fahren Sarah und ich zur Base of El Cap. Da leider alle 5.8 belegt oder offwidth sind, trauen wir uns schliesslich an La Cosita Right (5.9) ran. Ich steige vor und schaffe es tatsaechlich! Das beste ist, dass es sich gar nicht so schwer anfuehlte. Ich habe mit den Mythos super Halt gefunden im Riss. Meine erste 5.9!

  • La Cosita, Right, 5.9, lead Mo

Auf dem Rückweg finde ich sogar noch was nützliches, eine daisy chain (so ne Art Standschlinge mit viele Ösen, die man alle klippen kann)! Abends ist dann noch ein abschliessendes Free Food Event, wo wir schnell noch was essen und einen kleinen Drink nehmen. Das Programm ist aber ziemlich schlecht, so dass wir schnell wieder gehen. Draussen treffen wir allerdings noch die Hubers, die uns verraten, dass sie in zwei Tagen erneut versuchen wollen, den Speed record an der Nose zu knacken. Ich kann mir mal wieder den Witz nicht verkneifen: "Und, wer faellt diesmal?" Als ich spaeter zu Hause bin, schreibe ich ihnen eine eMail und entschuldige mich, auf die ich sogar eine Antwort bekomme: Sie seinen ja in Bayern aufgewachsen und diese Art Humor gewohnt. Da bin ich ja beruhigt!

Ich fahre zurueck, wahren Sarah auf dem Beifahrersitz pennt, sie muss morgen frueh raus. Die Fahrt verlaeuft "uneventful".

Things learned
  • There is no "awesomely". It's just: You're doing awesome!
'Persönliche Werkzeuge